en The Argument-Winner's Ghost (10/2013)

Textadventure ★★★★★☆☆☆☆☆   [?]
von Andrew Schultz
Publisher:keine

Zu Halloween erscheint der Geist eines verstorbenen Mitschülers und Angebers. Der Spieler kann die Gelegenheit nutzen und dessen früheren Prahlereien oder »Argumente« überprüfen. Beitrag zur Ectocomp 2013, der den 12. von 25 Plätzen belegte.

Review von proc 15.11.2013

Inhalt/Feelies:Walkthrough
Plattform:Z-Code
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Spoiler:
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» Genres » Real Life » Beziehung
» Spieler-Charaktere » Jugendliche, Schüler & Studenten
» Schauplätze » Wohnhaus
» Themen » Homosexualität & Transgender » Schwul
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Ectocomp » Ectocomp #7 (2013)

Review von proc 15.11.2013     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Harley war ein Angeber: Er prahlte mit Girls, wohlhabenden Eltern, Sportlichkeit und Sportkenntnissen. Nun ist er bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der Spieler hatte unter seinem Mitschüler gelitten und trifft nun auf dessen Geist, während er in der ehemaligen Wohngemeinschaft herumlungert und erinnerungsschwangere Gegenstände findet. Harley herbeigeschnippt, lassen sie sich ihm zeigen und Reaktionen provozieren. Dabei zerplatzen dessen früheren Angebereien wie Seifenblasen: Harvey stellt sich am Ende als schwul, überschuldet, dicklich und sportlich wenig informiert heraus. Es handelt sich um eine Entlarvungsgeschichte im Highschool-Milieu, die an zwei Punkten zum Ende führt und dann die bis dahin gesammelten »Argumente« bewertet.

Die Welt in der Wohnung ist dabei recht üppig und enthält einige schwierige Gerätschaften wie einen kompliziert zu bedienender Fitnesstrainer oder einen Computer mit Login zum Bankkonto, wobei irgendwo auch ein Zettel mit Harleys Zugangsdaten versteckt liegt, so dass sich auf sein desaströses Konto spechten lässt während das eigene beruhigt. Es stellt sich auch heraus, dass der Spieler selber homosexuell ist und Harley eingeschnappt, weil er nie mit ihm gegangen ist. Für jeden »argumentativen« Bereich gibt es mehrere Zugänge, etwa einen Sportpullover oder den Sportteil der Zeitung sowie die Diätpillen und den Hometrainer für die sportliche Seite von Harleys Argumenten. Die Bildschirmseiten füllenden Textwüsten am Anfang und am Ende haben mir gar nicht gefallen und ich fand die Geschichte unter dem Strich etwas verquert und unglaubwürdig. Wie kann ein dicklicher Harley das zu Lebzeiten verborgen haben? Wie hätte er finanziell mit einem über alle Grenzen hinaus überzogenen Konto je prahlen könnten? Und warum sollte ein Homosexueller mit Girls angeben? Und wo auf der Welt leisten sich Schüler einen Fitnesstrainer? Vielleicht habe ich etwas übersehen, weil die Highschool-Sprache etwas schwer verständlich ist und selbst einschlägige Lexika einige Begriffe nicht beheimaten. Insgesamt aber gut gemacht, auch die Spielidee hat mir gefallen, nur das pubertäre Milieu nicht.

Zuletzt geändert am 15.11.2013 11:05 Uhr.

The Argument-Winner's Ghost
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