en SCREW YOU, BEAR DAD! (10/2016)

Multiple Choice-Textadventure ★★★★★★☆☆☆☆   [?]
von Xalavier Nelson Jr.
Publisher:keine

Bizarrer Selbstfindungstrip in Gestalt eines Bären, der in einer Anlage beobachtet und unter Drogen gesetzt wird.

24. Platz auf der IF-Comp 2016.

Review von proc 04.10.2016

Plattformen:Twine, Online
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» Genres » Surreal » Cyberpunk
» Spieler-Charaktere » Tierischer Held
» Technik » Multiple Perspektiven
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 22. IF-Comp 2016

Review von proc 04.10.2016     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Cyberpunk mit Wackeltext und zeitgesteuerten Verzögerungen, Verschwinden oder plötzlichem Erscheinen von Text, der auch mal verschmiert, bunt angemalt oder umschattet sein kann. Ein Bär mit Gesicht aus Menschenhaut in einer nicht weiter beschriebenen Facility, der von drei Leuten am Überwachungsmonitor beobachtet wird, sinniert in Flashbacks und Wortspielen über Elternkonflikte nach während die drei Leute multiperspektivisch ihre Verschwörungstheorien zum Irakkrieg und Bärenbeobachtungen preisgeben und einen Drogeneinsatz über die Lüftungsanlage organisieren. Damit werden die Bilder schriller bis hin zum Kampfhubschraubereinsatz, der in die Vergangenheit zurückführt. Immer schwingen Ängste mit, vor der anstehenden Berufswahl (die mehrfach mit lustigen Ideen wie »Barista« durchexerziert wird) oder vor der Beobachtung, der Entfremdung und der Einsamkeit. Wie ein LSD-Trip beginnt die Story dann auch gemächlich linear, um hintenraus in immer schrillere Absurditäten hinein zu beschleunigen. Ab diesem Punkt zerfährt das Spiel in sich inhaltlich ähnliche Wiederholungen, die langatmig wirken, irgendwann dann nervig lang. Streckenweise interessante, aber bizarre albtraumartige Story mit Selbstfindungs-Charakter. Gelungenes  Coverdesign.

Zuletzt geändert am 04.10.2016 18:45 Uhr.

SCREW YOU, BEAR DAD!
Cover-Artwork