en The Nessa Springs Slasher (10/2013)

Textadventure ★★★★☆☆☆☆☆☆   [?]
von Marius Müller
Publisher:keine

Ein Serienkiller treibt sein Unwesen, nun ist die Familie Broadstreet an der Reihe. Die minimalen Rettungschancen erfordern viel Geschick. Beitrag zur Halloween-Ectocomp 2013, der den 19. von 25 Plätzen belegte.

Review von proc 12.11.2013

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» Genres » Horror » Unheimlicher Killer
» Schauplätze » Wohnhaus
» Technik » Multiple Perspektiven
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Ectocomp » Ectocomp #7 (2013)

Review von proc 12.11.2013     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Der Serienkiller »Nessa Springs Slasher« treibt mal wieder sein Unwesen in der ländlichen Gegend von Nessa Springs. Fünf grausame Morde werden bereits gezählt, dennoch möchte Lyle Broadstreet heute Abend zur großen Farmerparty. Schwester Sandra ist auch zuhause und Vater John lungert in der Küche herum. Eine Mutter scheint nicht zu existieren, dafür ein Familienhund. Nun kann man tun und lassen was man will, diese schauderhafte Sensenfigur dringt schon mit dem ersten Zug ins Haus ein und killt den anfänglichen Spieler John. Damit ist das Spiel aber nicht beendet, die Perspektive wechselt zu Sandra und dann zu Lyle, die ebenfalls nicht überleben. Am Ende ist man »yourself«, kann mangels Hände kaum etwas machen und ist dann auch tot. Das Standard-Ende liest sich: »Everyone has died. You lose!«

Was habe ich nicht alles versucht, diese Figur zu vertreiben oder meinerseits zu killen, nichts scheint zu gehen. Die Lösung ist letztlich in Nebensätzen der recht langen Passagen verborgen, die exakt befolgt werden müssen. So geschehen, kann man nach fünf Turns den Killer erfolgreich attackieren und als »yourself« überleben, indem das Haus mitsamt Killer abflammt. Erst in diesem »guten« Ende stellt sich heraus, dass es sich um eine Killerin handelt, die vom Familienhund überlistet wurde.

Die Spielidee ist ziemlich gut und besteht aus dem Rätsel, diese ominöse Killerfigur zu besiegen. Rückbetrachtend sind die Andeutungen der Lösung relativ deutlich vorhanden, verschwinden aber in den wohl absichtlich langen Texten. Ich fand auch das Prinzip für eine Halloween-Geschichte originell, sich die Serienkillerin austoben zu lassen, indem man als Opfer solange in eine andere Rolle schlüpft bis keine mehr vorhanden ist. Was mir gar nicht gefallen hat, waren das enge Korsett des Lösungsweges, die etwas schluddrige Textformatierung und die der kurzen Entstehungszeit geschuldete mäßige Implementierung. In einer Situation nervt auch ein Runtime Error, der aber nicht zum Absturz führt. Vom Ansatz her eine richtig gute, aber sehr schwer spielbare Geschichte.

Zuletzt geändert am 12.11.2013 09:07 Uhr.

The Nessa Springs Slasher
Cover-Artwork
The Nessa Springs Slasher
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