en Venus Meets Venus (10/2014)

Multiple Choice-Textadventure ★★★★★★☆☆☆☆   [?]
von kaleidofish
Publisher:keine

Lange Transgender-Romanze als Beitrag zur 20. IF-Comp 2014, der den 13. Platz belegte.

Review von proc 09.10.2014

Plattformen:Twine, Online
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» Genres » Romanze
» Spieler-Charaktere » Jugendliche, Schüler & Studenten
» Themen » Homosexualität & Transgender » Transgender
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 20. IF-Comp 2014

Review von proc 09.10.2014     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Lila. Schon die so eingefärbte Ubuntu-KDE erschien zwischen den Welten, so auch diese Story einer Autorin oder eines Autors (vermutlich beides), die zunächst eine lesbische Romanze suggeriert und deren meist lineare und langatmige Gedanken zum Ende hin immer stärker ins Transsexuelle abgleiten. Das ist zunächst nur eine Feststellung in die Richtung, dass religiöse Pamphlete nicht in meiner Interessenssphäre liegen, diese Geschichte erweitert den Begriff »religiös« jedoch um das Thema Transsexualität. Es ist ein mich wenig überzeugendes Plädoyer dafür wie andere Geschichten für die Bibel oder abstruse Erlösungsrituale, das sich für mich überwiegend in zu langen und zu langweiligen, zumeist linear durchklickbaren pseudolyrischen Statements ergießt, deren Rahmenhandlung in Aktivitäten rund um eine romantisch enden sollende gleich- oder zumindest ähnlichgeschlechtliche Beziehung gezwängt wird. Die Texte wirken larmoyant, fehlende Interpunktion oder eigensinnige Rechtschreibung mag lyrisch bedeutend gemeint sein, hat mich aber ebensowenig überzeugt wie Shemale-Schockmomente unter der Gürtellinie (»why would her penis be an exception«, freilich ohne Fragezeichen).

Leute, wenn ihr euch als Andersartige der Gesellschaft fühlt, müsst ihr die überzeugen und nicht euch selbst. Larmoyanz und Rumgeeiere um allen längst bekannte biologische Tatsachen helfen da nicht weiter. Das gibt's schon  sehr viel eindringlicher und überzeugender. Das Phänomen der Trans- und Intersexualität ist weder neu noch belanglos, nur sollte es für die Zielgruppe verständlich sein. No rating.

Zuletzt geändert am 09.10.2014 23:16 Uhr.

Venus Meets Venus
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