en Wisp (10/2013)

Über einen müden Wanderer, der vom Weg in den Sumpf hinein abkommt und nur nach Hause will. Kurzer Beitrag zur Halloween-Ectocomp 2013, der den vorletzten von 25 Plätzen belegte.

Review von proc 14.11.2013

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» Genres » Surreal » Albtraum
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Ectocomp » Ectocomp #7 (2013)

Review von proc 14.11.2013     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

In diesem laut Autorin »kleinen Spielhäppchen« geht es um einen Wanderer auf einer dunklen Straße, der nach Hause will und vor sich ein im Titel angedeutetes Irrlicht sieht. Er kommt vom Weg ab und landet im Morast, aus dem es herauszufinden gilt. Über die Andeutungen kommt man auf die Lösung und sieht den Weg am Ende klarer, ohne sein Ziel erreicht zu haben. Spielmechanik und Erzählung sind abstrakt gehalten und leben von Beschreibungen und Aktionen in der Funktion einer Projektionsfläche dessen, was hier geschehen könnte. Es geht letztlich um die Befindlichkeit des müden Herumirrens, das sowohl physisch beispielsweise auf dem Weg von einer Party nach Hause gesehen werden kann als auch übertragen auf ein Dasein, das einem Irrlicht folgend vom Weg abgekommen ist. Etwas Metaphorik wie eine zerbrochene Uhr oder Kieselsteine im Morast, die anders als in »Hänsel und Gretel« keine Richtung weisen, stört dabei nicht, es können auch einfach nur eine Uhr und Steine sein. Die Geschichte ist zu kurz und »inaktiv«, um wirklich ein Spiel zu sein, als Befindlichkeits-Etüde fand ich es aber interessant. Und darin kennt sich die Autorin von Byzantine Perspective aus.

Zuletzt geändert am 14.11.2013 09:27 Uhr.

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