en Changes (09/2012)

Textadventure ★★★★★★★☆☆☆   [?]
von David Given
Publisher:keine

Auf dem Planeten Elysia gestrandet versucht der Spieler, aus dieser tierreichen Wildnis zu entkommen. Doch nichts so wie es sein soll.

Das Spiel erreichte auf der IF-Comp 2012 den 4. von 28 Plätzen.

Review von proc 19.10.2012

Inhalt/Feelies:Walkthrough
Plattform:Z-Code
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» Genres » Science Fiction » Fremde Welten » Im All gestandet
» Spieler-Charaktere » Tierischer Held
» Schauplätze » Ferner Planet
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 18. IF-Comp 2012

Review von proc 19.10.2012     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Changes handelt von den Folgen eines Shuttleabsturzes, wobei das Mutterschiff Concerto noch im Orbit dieses fernen Planeten Elysia verweilt. Da gibt es allerdings ein Problem: Die Lebensverhältnisse auf Elysia gestalten sich dahingehend etwas schwierig, als ich als neue Lebensform erwache. Und diese ist körperlich nicht in der Lage, das Shuttle zu öffnen und dieser Situation zu entfliehen.

Hier beginnen die Spoiler!

Um es kurz zu machen: Im Grunde handelt das Spiel vom Leben in einem terrestrisch anmutenden Biotop, dessen Wald einen »Mutterbaum« enthält. Dieser lebt symbiotisch von anderen Lebensformen und kann Tote insofern wiederbeleben, als die Kadaver in einen Kokon am Baum gesteckt werden, das Bewusstsein des Überbringers auf ihn überspringt und er dann mit neuem Körper weiteragieren kann.

Daher liegt der Reiz des Spiels in zwei Umständen: Ich erwache als Karnickelartige Lebensform in einem Kokon und nehme an einem Wildleben mit einem Fuchs, der mich jagt, Hirschböcken, Lemuren, Ottern, Bibern, Karnickeln und allerhand anderem Beiwerk teil. Zweitens habe ich die Möglichkeit, mich in ein anderes Tier zu verwandeln, indem ich es töte und den Kadaver in den Kokon stecke. Das einzige Tier, das ein Touchpad am Shuttle bedienen kann, ist der Lemur mit seinen Fingern – die anderen Tiere haben keine Chance. Ich kann Tiere auch wittern, indem mir aus Nebenräumen in dieser mit seinen Wüsten, Hügeln, Wäldern, Seen oder Felsriffen sehr abwechslungsreichen und teilweise märchenhaften Topografie Eindrücke geschildert werden: Feinseligkeit vom Westen, Friedfertigkeit vom Norden, Hunger vom Süden und so fort, ich habe neun Emotionen gezählt und beginne sie im weitläufigen Spielfeld schnell den Tieren zuzuordnen. Am Ende muss ich mich trickreich über einen Otter und Fuchs in den Lemur verwandeln, um meine Leiche im Shuttle finden und schließlich als Mensch fliehen zu können.

Es ist ein sehr stimmungsvolles Spiel mit einem riesigen und einem großen Problem. Man weiß nicht wirklich, was zu tun ist und kreist allein schon eine Stunde oft vom Fuchs gejagt herum, um überhaupt zu erkennen, dass der Otter Hunger hat und man ihn mit Fisch in eine selbstgebaute Falle locken kann. Das Rätsel ist so schwierig, dass ich am Ende aufgeben musste und in den eingebauten Walkthrough gespechtet habe. Darin entblößt sich dann auch das große Problem: Die Rätsel haben es in sich, auf die meisten wäre ich schlichtweg nicht gekommen. In zwei Stunden habe ich nicht einmal den ersten von fünf Teil geschafft, ein Otter zu werden und durch seine Schwimmfähigkeiten den wasserscheuen Fuchs auszutricksen. Das Hintsystem ist zu allgemein gehalten als eine wirkliche Hilfe zu sein. Zwischen den Verwandlungen erhalte ich auch Hintergrundinformationen über die Mission: Das Mutterschiff Concerto ist unterwegs, neuen Siedlungsraum im Weltall zu ergründen und über die Akteure auf Elysia wurden bereits Akten angelegt, die im Spiel immer mal wieder aufblitzen. Mir war allerdings am Ende nicht klar, wie ich eingangs in das Kokon gelangt bin: Vom Spielprinzip her hätte ich dafür nach dem Absturz noch leben und einen Hasenkadaver zum Mutterbaum tragen müssen.

Fazit: Ein stimmungsvolles und überragend gut poliertes Spiel mit viel zu schwierigen Rätseln, die den Spieler stundenlang rätselnd über das Spielfeld kreisen lassen. Dies aber sehr unterhaltsam!

Zuletzt geändert am 19.10.2012 19:50 Uhr.

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