en Andromeda Awakening (09/2011) 
(Auch: Andromeda Awakening - The Final Cut)

Textadventure ★★★★★★☆☆☆☆   [?]
von Marco Innocenti
Publisher:keine

Eine der drei Sonnen ist aus dem Gleichgewicht geraten. Auf dem Weg zur Universität sind die ersten Auswirkungen zu spüren: Ein Erdbeben erschüttert die Zugfahrt und legt dem Wissenschaftler den Weg ins Innere der Erdkruste frei. Ein Abenteuer in der Unterwelt vergangener Kolonien mit Artefakten beginnt, die diese Welt wieder ins Gleichgewicht bringen könnten. Das Spiel erreichte auf der IF-Comp 2011 den 17. von 38 Plätzen, die »Final Cut« Glulx-Version erschien im Januar 2012. Zu diesem Spiel organisierte der Autor im Juni 2012 die Andromeda Legacy™ Competition und setzte es mit Andromeda Apocalypse auf der IF-Comp 2012 fort.

Mit dem Folgespiel Andromeda Apocalypse gliederte Innocenti das Spiel als erste Episode in eine Reihe Andromeda ein.

Andromeda-Reihe:
Episode 1: Andromeda Awakening (09/2011)
Episode 2: Andromeda Apocalypse (09/2012)
Episode 3: Andromeda Ascending (07/2013)
Siehe auch: Andromeda Legacy™ Competition (06/2012)

Im Dezember 2015 veröffentlichte der Autor ein Remake im Stil der 80er-Computerspiele: ANDROMEDA 1983.

Review von proc 07.10.2011

Inhalt/Feelies:Map, Walkthrough
Plattformen:Z-Code, Glulx
Downloadlinks:
Spoiler:
Weblinks:

» Genres » Science Fiction » Endzeit
» Spieler-Charaktere » Wissenschaftler, Arzt, Lehrer
» Schauplätze » Höhle & Mine
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 17. IF-Comp 2011

Review von proc 07.10.2011     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

In diesem Science Fiction-Epos geht es darum, den Planeten Monarch im Andromeda zu retten. Von den drei Sonnen ist eine aus der Bahn geraten und droht den Planeten zu zerstören. Der Spieler, der Erdbebenforscher Ektor Mastiff, bekommt die Auswirkungen auf seiner Zugfahrt zur Uni zu spüren, als in Folge dieser Konstellation ein Erdbeben die Bahn entgleisen lässt und einen Weg in ein unterirdisches Labyrinth freilegt. Da nun schon mal alle Insassen tot sind (jemandem zu helfen verzögert nur dessen letzten Atemzug), kann man dort seinen Forschertrieb ausleben.

Hier beginnen die Spoiler...

Es beginnt ein aberwitziger cave-crawl durch die Frühgeschichte des Planeten, der vor allem Rätselfreunde und weniger die Science Fiction-Fans begeistern wird. Ich konnte in zwei Stunden vielleicht ein Drittel des Spiels bewältigen, für den Rest musste der Walkthrough herhalten.

Das Spiel ist technisch gut gemacht, und gefällt mir auch sprachlich. Dass ich einige Vokabeln erraten musste, mag am Stand meiner Englischkenntnisse liegen. Was mir gar nicht gefallen hat, sind die langen Passagen an teilweise zorkischen Rätseln, die kaum Informationen über die Hintergrundgeschichte enthüllen. Die Story zielt auf eine frühere, hochentwickelte Zivilisation, die einst verborgen im Planeteninneren ein Gravitationssystem errichtet hatte, das die Existenz des Planeten bis heute überhaupt ermöglicht. Diese Zivilisation ist seit Jahrtausenden verschwunden, doch die in diesem Spiel in gewisser Weise reparierte Gadgetry wirkt weiter. Die zorkischen Strecken waren mir zu lang, als Belohnung gab es immer mal wieder ein Häppchen Story.

Störend fand ich auch einige Begrifflichkeiten, die ich völlig anders assoziiere. So findet sich ziemlich früh ein „Elektron“ in einer schwarzen Kiste, in das später ein Quarz gesteckt wird. Wie bitte??? Wie steckt man Aberbilliarden von Elektronen im Quarz in eines rein? Ist das Elektron eher eine Art Glasmurmel oder ein technisches Gerät wie ein Fön? Oder die Alpha-Strahlung, mit der Rutherford einst das moderne Atommodell aus fast nur Leere postulierte: Diese Heliumkerne können mit einem Blatt Papier absorbiert werden, in der Story wird eine mysteriöse alldurchdringende Gravitationsstrahlung daraus. Mir jedenfalls haben solche Sinnumdeutungen weh getan, passende Wortneuschöpfungen hätten weder mich noch die Geschichte gestört.

Das Spiel dürfte mit seinen (soweit ich sie zählen konnte) 43 Räumen zu den opulentesten Spielen der IF-Comp gehören. Das erste Drittel hat mir gut gefallen, den Mittelteil enpfand ich zu rätsellastig, gegen Ende wird die Story als solche wieder erkennbar und sogar ansatzweise spannend. Am Ende kann ich über ein „Hyerotrope“ ins Erdinnere reisen und Ähnliches erleben wie Jodie Foster in  Contact. Dieses Spiel scheint mir jedenfalls ein Favorit in diesem Wettbewerb zu sein. Wie eine solch riesige Geschichte in ein Z-Code-File passen kann, bleibt mir ein Rätsel.

Zuletzt geändert am 07.10.2011 00:15 Uhr.

Andromeda Awakening
Cover-Artwork (Final Cut 2012)
Andromeda Awakening
Cover-Artwork (Comp-Version 2011)
Andromeda Awakening
Z-Code
Andromeda Awakening
Z-Code