en The Life (and Deaths) of Doctor M (09/2011)

Der Spieler wird von Doktor M in das Leben nach dem Tod geschickt und muss wieder herausfinden. Die bizarre Reise voller Rätsel beginnt. Eine unter dem Pseudonym »Edmund Wells« eingebrachte interaktive Befreiung für die Interactive Fiction Competition 2011, die Platz 6 von 38 erreichte und den Sonderpreis Golden Banana of Discord für die höchste Standardabweichung der Votings erhielt. Auf den Miss Congeniality Awards 2011 teilte es sich den dritten Platz mit Kerkerkruip. Für ein Metarätsel wurde es mit Last Day of Summer, Playing Games und Cold Iron mit dem XYZZY Award 2011 Best Individual Puzzle ausgezeichnet.

Review von proc 10.10.2011

Plattform:Glulx
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» Genres » Surreal » Bizarr
» Schauplätze » Jenseits & Hölle
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 17. IF-Comp 2011
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » Miss Congeniality Awards » Miss Congeniality 2011
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » Golden Banana of Discord
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » XYZZY Awards » XYZZY Awards 2011

Review von proc 10.10.2011     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Erstmal drehe ich mich an die 50 Spielzüge mit der Spaßbremse immer gleicher Beschreibungen im Kreis. Wer Rätsel ersinnt, in dem einem sich zufällig im Wind drehenden Wegweiser mehrfach hintereinander ans korrekte Ziel zu folgen ist, sollte wenigstens nebenbei noch etwas von der Geschichte andeuten. Vollmundig hängt schließlich ein Willkommensschild des „immerwährenden Gasthofs“ mit einer Sanduhr an einer rostigen Kette vor dem Inn, das auch noch explizit meine Aufmerksamkeit auf sich zieht und beim examinieren der drei Bestandteile immerwährend die gleichen Texte auswirft. Zwei prosaisch beschriebene Drinks auf der Bar kann ich nicht sehen, entsprechend ist CREDITS „not a verb I recognize“. Wohltuend verläuft die Konversation mit Eric Eves Conversation Suggestions ab, bei dem die Gesprächsthemen vorgeschlagen werden und abgearbeitet werden können. Den Märchen lesenden alten Mann in der Bibliothek kann ich daher gezielt befragen und stelle erstaunt fest, dass einige in seinen Dialogen vorkommende Topics außerhalb der Vorschläge ebenfalls erfasst sind. Nach dem Buch gefragt: Er liest „The Life (and Deaths) of Doctor M“ und hat seinen Hut verloren, den ich nach einigen Kurven wiederbeschaffen kann. Mit der Belohnung lassen sich weitere Rätsel lösen, etwa eines um die beiden versoffenen Personen an der Bar, die sich als Engel und Teufel outen. Irgendwo, ein paar unmotiviert wirkende Rätsel später, entdecke ich im zuvor nicht vorhandenen Flur vier offenbar für die Geschichte bedeutungslose Bilder, die meiner Spielmotivation nach Erkundung eines jeden einzelnen den Rest geben:

>x paintings
Which do you mean, the top left painting, the top right painting, the bottom left painting, or the bottom right painting?

Am Zeitungsschnipsel und am Walkthrough lässt sich erkennen, dass Doktor M ein Transportunternehmer für die Beförderung ins Jenseits ist, aus dem ich schließlich rätselhüpfend entkommen kann. Die Implementierung ist allerhöchstens durchschnittlich, die bizarre Story zu wirr, zu rätsellastig und zu unmotiviert. Ich nehme an, bei dieser Inform 7-Fingerübung hat bei der Umsetzung das Konzept gefehlt.

Zuletzt geändert am 10.10.2011 16:42 Uhr.

The Life (and Deaths) of Doctor M
Cover-Artwork
The Life (and Deaths) of Doctor M
Zeitungsschnipsel