en Operation Extraction (09/2011)

Multiple Choice-Textadventure ★★★☆☆☆☆☆☆☆   [?]
von Ming-Yee Iu
Publisher:keine

Die Biowaffen-Spezialistin Dr. Galland wurde gekidnapped und nun im fünften Stock des Antico-Hotels aufgespürt. Die Kidnapper bereiten sich darauf vor, sie außer Landes zu bringen. Werden die Agenten es schaffen, dies zu verhindern? In diesem Spiel gibt es keine Spielerfigur, man begleitet drei Agenten durch die Story, deren Handlung sich beeinflussen lässt. Das Spiel erreichte auf der IF-Comp 2011 den 33. von 38 Plätzen.

Review von proc 05.10.2011

Plattform:HTML/JavaScript
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Spoiler:
Weblinks:

» Genres » Krimi » Terrorismus
» Spieler-Charaktere » Geheimagent
» Schauplätze » Hotel
» Technik » Experimentell
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 17. IF-Comp 2011

Review von proc 05.10.2011     ausblenden

Die erste Lektion eines Rhetorikkurses beinhaltet, sich niemals am Anfang eines Vortrages zu entschuldigen. Der Autor begeht einen rhetorischen Fehler, indem er seine Intro mit den Worten „NO beta testers were used“ beginnt.

Da der Autor aber auch rhetorisch perfekt einen interessanten Ansatz propagiert, habe ich das Spiel nicht auslassen können. Es gibt keine Spielerfigur, sondern man schaut drei Agenten zu, wie sie eine entführte Biowaffen-Spezialistin aus den Händen von Terroristen befreien. Man kann in diesem HTML-Spiel die Perspektive eines jeden Agenten annehmen und auch die Räumlichkeiten wechseln. Ziel des Spiels ist es, derart in die Handlung einzugreifen, dass eine Befreiung möglich ist. Welche Situation herbeizuführen ist, wird im Spiel eingangs erwähnt. Ich verzichte hier auf Spoiler, weil ich mich zu blöd für die Benutzerführung halte und nichts weiter zum Spiel insgesamt beizutragen habe. (Nach acht Versuchen, ehrlich!)

Sagen wir als Fazit mal so: Die Story ist platt, aber ich mag auch derart trashigen Trash, dass er ungewollt schon wieder unterhaltsam wirkt. Die Geschichte hat durch die spielerisch notwendigen Perspektivwechsel (sonst sitzt man irgendwann in einem Vakuum, in dem sich nichts tut) etwas Wirres an sich, aber ich liebe auch  Pulp Fiction. Und das Konzept, aus dem Spieler einen steuernden Beobachter zu machen, wäre bei einer halbwegs verständlichen Benutzerführung ein genioser Innovationsversuch. Zumindest ein einziger Betatester hätte sicherlich nützliche Hinweise gegeben. Ich möchte dem Autor die Motivation zu einer überarbeitete Version wünschen, mich juckt's ja immer noch in den Fingern...

Zuletzt geändert am 05.10.2011 22:58 Uhr.