en The Guardian (09/2011)

Textadventure ★★★★☆☆☆☆☆☆   [?]
von Lutein Hawthorne
Publisher:keine

Die Spielerin ist vor langer Zeit weit übers Meer an diesen Ort gereist, an dem sie eine Grabstätte hegt. Doch da fehlt ein Stein. Tendenziell literarischer Beitrag zur Interactive Fiction Competition 2011, der den 21. von 38 Plätzen erreichte.

Review von proc 11.10.2011

Inhalt/Feelies:2 Soundfiles, Instruction-PDF
Plattform:Z-Code
Downloadlinks:
Spoiler:
Weblinks:

» Genres » Fantasy » Low Fantasy
» Spieler-Charaktere » Weibliche Hauptdarstellerin
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 17. IF-Comp 2011

Review von proc 11.10.2011     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Die Autorin beschreibt ihre Geschichte selbst als “Ein geradliniger Fantasy-Quest für Anfänger ohne IF-Erfahrung“. Es geht um eine Grabstätte in einer fernen Welt, welche die vormals wohlhabende Spielerin an eine längst vergangene Zeit mit ihrem Liebsten Sophu vor ihrer großen Seereise erinnert. Im Grab fehlt aber ein Stein.

Hier beginnen die Spoiler...

Das in Ich-Form geschriebene Spiel besteht nur aus einem leichten Rätsel, wird aber durch die groß angelegte Topografie von 23(!) meist linear angeordneten Räumen erzählerisch ausgedehnt. Ich habe jedenfalls über 300 Steps benötigt, was aber auch an den verborgenen Ausgängen liegt: Vereinzelt lassen sich nicht erwähnte Richtungen begehen, die am Ende zwar keine Bedeutung haben, die Geschichte insgesamt aber komplettieren. Irgendwann ist man versucht, alle möglichen Richtungen auszuprobieren.

Eine Geschichte zu erzählen ist offenbar Hauptantrieb für dieses Spiel gewesen, zumindest fällt der Versuch einer literarischen Schreibweise auf. Er ist teilweise geglückt, der Aktionsraum ist aber einfach zu groß als dass Wiederholungen vermieden werden könnten. Nur vier der 23 Räume haben eine Bedeutung und es wäre schön gewesen, diese tiefer zu implementieren und dafür die Raumanordnung an die Erzählung anzupassen.

Außer der bescheidenen Implementierungstiefe und der Perlenkette von Outdoor-Räumen ist unter der Prämisse, dass die Erzählung im Vordergrund stand, nichts auszusetzen. Einige interessante Details sind enthalten, so findet sich der Hinweis auf ein wohlhabendes früheres Leben nur ein einziges Mal im Spiel. Eine literarische Tiefe durch Dialoge, mysteriöse Objekte und Szenerien, vielleicht die eine oder andere Rückblende und vor allem Rätsel, die diese Geschichte vorantreiben, hätte diesem Spiel eine vom IF-Medium getragene Substanz gegeben. So bleibt es eine nette kleine interaktive Erzählung mit einigen auch musikalischen Feelies, nicht mehr und nicht weniger.

Zuletzt geändert am 11.10.2011 01:17 Uhr.

The Guardian
Cover-Thumbnail
The Guardian
Z-Code
The Guardian
Z-Code