en A Slight Problem with Zombies (10/2013)

Multiple Choice-Textadventure ★★★☆☆☆☆☆☆☆   [?]
von David Whyld
Publisher:keine

Der Spieler wird von einem Zombie gejagt und kann ihm nur schwer entkommen. Multiple Choice-Beitrag zur Halloween-Ectocomp 2013, der Horror-Trash auf den Arm nimmt, der den 18. von 25 Plätzen belegte.

Review von proc 15.11.2013

Plattformen:Twine, Online
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» Genres » Horror » Zombies
» Genres » Humor » Satire
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Ectocomp » Ectocomp #7 (2013)

Review von proc 15.11.2013     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Der Spieler wird von einem Zombie gejagt und rennt um sein Leben. Von da an hat er verschiedene Optionen von um Gnade winseln bis zum Kampf, was freilich meist schiefgeht. Dabei wird er aber nicht gefressen, sondern erfährt, dass alles nur in seinem Kopf stattfand und die Geschichte beginnt von Neuem. Nur ein Zweig führt in das einzige Ende: Der Spieler wacht unter Mordanklage im Gefängnis auf und erfährt, im Theaterstück »Attack of the Zombies« gewesen zu sein, alles wohl zu Ernst genommen und im Wahn ein kostümiertes Kind erschlagen zu haben.

Das einzige Rätsel in diesem Zombie-Klicktrash bleibt das Auffinden der jeweils einen »richtigen« Auswahloption. Die vielen schrägen Fantasien wie ein Kampf mit einem »Burning Crystal Sword of the Highlord Malorkian« und die Endlosschleife, die nur in ein erzählerisch etwas peinlich wirkendes Ende hinein durchbrochen werden kann, wollen wohl sagen: Wer zu viel Zombie-Trash anschaut, wird selbst einer. Das leistet die Geschichte erzählerisch aber nicht überzeugend, weil nicht die geringste Spur der Möglichkeit von Realität durchschimmert, so dass dieses Ende keine Wirkung entfalten kann und sich als aufgesetzt moralisierender Ausklang anfühlt. Die Geschichte leistet es allenfalls spielerisch im Endlosschleifen-Prinzip wiederholender Motive ähnlich der Masse an Zombie B-Movies, die aber bald langweilen und dann ausschließlich von den Texten leben. Die waren zum Teil recht witzig, auch die Idee einer im Gefängnis endenden Gefängnisflucht ist vom Prinzip her nicht schlecht.

Der Adrift-Großmeister dürfte die längste Publikationsliste eines IF-Autors überhaupt aufweisen und begann offenbar dieses Jahr mit der Erkundung anderer Systeme. Nach dem Glulx-Siegerbeitrag Best Laid Plans der diesjährigen IntroComp ist dieses Twine-Stück das zweite von mittlerweile über 60 Spielen, die der Autor nicht in Adrift umsetzte.

Zuletzt geändert am 15.11.2013 10:53 Uhr.

A Slight Problem with Zombies