en Eight characters, a number, and a happy ending (10/2016)

Textadventure ★★★★★★☆☆☆☆   [?]
von K. G. Orphanides
Publisher:keine

Der Spieler erwacht aus der Stasis einer Weltraummission der Erdallianz, wobei die vollständige Reintegration des Gedächtnisses fehlschlägt. Kurzum: Er kann sich an nichts erinnern und ist gezwungen, seine Mission über Erkundungen im Raumschiff zu ergründen.

21. Platz auf der IF-Comp 2016.

Review von proc 07.10.2016

Inhalt/Feelies:FAQ and Guide, Automap
Plattformen:Quest, Online
Downloadlinks:
Spoiler:
Weblinks:

» Genres » Science Fiction » Fremde Welten » Im All gestandet
» Spieler-Charaktere » Astronaut
» Internationale Wettbewerbe & Projekte » Interactive Fiction Competition » 22. IF-Comp 2016

Review von proc 07.10.2016     ausblenden

Dieser Beitrag enthält Spoiler, die den Spielspaß verderben. Wer das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte nicht weiterlesen.

Ein Weltraumspiel mit einem im All gestrandeten Kommandanten, der aus der Stasis erwacht und sein Gedächtnis nicht oder nur fehlerhaft reintegrieren kann. Daher muss er das überschaubare Raumschiff erkunden und dafür einige Schwierigkeiten überwinden, findet dann aber für meinen Geschmack schon zu üppige, mehrfach bildschirmfüllende Infos in Akten oder Computerfiles und kann sich ohnehin auf die im Vehikel gefundenen Objekte seinen Reim machen. Heraus kommt eine delikate persönliche Ausgangssituation und eine noch delikatere Mission, die schon wegen des vollautomatisiert darauf ausgerichteten Raumschiffs ausgeführt werden muss. Das sollte verhindert werden, soweit ich es mitbekommen habe. Das Spiel hat mir zwei Stunden lang atmosphärisch ganz gut gefallen, wenn mir auch einige Textpassagen viel zu lang vorgekommen sind und ich die darin eingebaute Verschwörung nicht ganz begriffen habe. Spieledesignerisch hätte es mir zumindest besser gefallen, Zusammenhänge zu erspielen statt sie in langen Schilderungen aufgedrückt zu bekommen, die neige ich zu überfliegen – mit fatalen Auswirkungen wenn da wichtige Details versteckt sind. Ich habe jedenfalls mit den ganzen Hintergrundinfos das Gefühl, gerade einmal die Intro gespielt zu haben, der Hauptteil kommt da noch.

Nachdem das neue Texture-System eine Twine-Lücke zu stopfen versucht und im Text genannte Objekte mit einer vorgegebenen Aktionsauswahl mehr oder weniger erfolgreich zu verknüpfen erlaubt, wird das hier verwendete Quest-System wieder interessant. Das kann es nämlich schon seit Jahren, jedoch zusätzlich mit der Möglichkeit einer Automap und der separaten Darstellung von Inventar, aktuell sichtbaren Objekten, eine Aktionsliste für ein ausgewähltes Objekt sowie ein Exit-Lister. Ohne diese Spielereien ist Ähnliches über Verlinkungen von Objektbegriffen im Text auch möglich: Ein Klick darauf öffnet ein Auswahlmenü an Aktionen und führt die ausgewählte dann aus. Am Angenehmsten ist jedoch der von mir präferierte zusätzliche Parser, denn diese Klickauswahl erzeugt auch nichts anderes als entsprechende Parserkommandos. Diesem Klicksystem zu vertrauen ist ohnehin nicht ratsam, so werden z.B. fest verbundene Teile von Objekten überhaupt nicht gelistet und können nur über den Parser angesprochen werden. So lässt sich z.B. eine Kiste über das Linksystem nicht aufschließen, sondern nur dessen Schloss über den Parser. Auch die Kombination von Objekten ist visuell über Klicks nicht möglich, was das Spiel aber weitgehend vermieden hat.

Insgesamt ein profundes kleines Spiel mit überschaubarer Map, interessanter Story und mal etwas anderen Bedienmöglichkeiten, Sci-Fi-Fans und Verschwörungstheoretiker sollten sich das ansehen.

Zuletzt geändert am 07.10.2016 21:46 Uhr.

Eight characters, a number, and a happy ending
Cover-Artwork
Eight characters, a number, and a happy ending
Quest (Online)